Mein beruflicher Weg
Ich wurde 1966 geboren und wuchs in einem kleinen Dorf im Weinviertel auf. Mit 19 Jahren übersiedelte ich nach Wien, um zu studieren und meinen Horizont zu erweitern. Fast zwei Jahrzehnte später, im Alter von 37 Jahren, kehrte ich schließlich in mein Heimatdorf zurück.
Bereits mit 18 Jahren wusste ich, dass ich Psychotherapeutin werden wollte, hatte aber keine Vorstellung zu diesem Berufsbild. Ich verfügte auch nicht über die finanziellen Mittel für eine private Ausbildung. Ich begann das Doppelstudium Psychologie/Lehramt Deutsche Philologie und Philosophie/Pädagogik/Psychologie, erkannte jedoch bald, dass das Psychologiestudium nicht dem entsprach, was ich mir vorgestellt hatte. Ich ließ das Psychologiestudium sein. Parallel zum Lehramtsstudium, das ich bis kurz vor dem Abschluss weiterführte, begann ich mich mit Selbsterfahrungsangeboten in verschiedenen Bereichen zu befassen – dazu gehörten u. a. Autogenes Training, Gestalttherapie und Logotherapie. In mir reifte der Wunsch Psychotherapeutin zu werden. Mir wurde klar, dass es diese Ausbildung war, die ich immer gewollt hatte und die mir, meinen Fähigkeiten und meinem Wesen am meisten entsprach. Also absolvierte ich das Psychotherapeutische Propädeutikum, lebte und arbeitete eine Zeitlang in Mexiko und begann danach mit Entschiedenheit die Existenzanalyse-Ausbildung, deren Menschenbild mich ansprach. Mein Leben und die Ausbildung finanzierte ich mit Unterricht in Deutsch als Fremdsprache, später als Betreuerin in einer Wohngemeinschaft mit Menschen mit Beeinträchtigung und aus der Psychiatrieausgliederung. All diese Berufe übte ich sehr gern aus, sie bereicherten mein Leben und förderten und forderten mich in meiner Entwicklung. Parallel begann ich 2000 als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision zu arbeiten und baute mir langsam meine Praxis auf – zunächst in Wien, ab 2003 auch in Laa an der Thaya.
2003 zog ich im Jahr meiner Eintragung in die Psychotherapeut:innenliste zurück in mein Heimatdorf, in ein kleines Haus im altem Stil. Ich hatte immer den Wunsch gehabt, die Psychotherapie in das Land meiner Kindheit und Jugend zu bringen, wo ich viel Leid gespürt, gehört, gesehen und erlebt hatte. Die Menschen hier berühren mich, gehören zu mir und meinem Leben.
Ich wollte die Hemmschwelle zur Psychotherapie verkleinern, hielt Vorträge über Psychotherapie, schrieb Artikel. Verschiedenste Menschen aller beruflichen Couleurs kamen und 2012 wagte ich den Sprung in die reine Selbständigkeit. Weil mir die Existenzanalyse so wichtig ist und ich immer gern unterrichtet habe, absolvierte ich die Ausbildung zur Lehrtherapeutin mit partieller Lehrbefugnis aus meiner Psychotherapierichtung und biete Selbsterfahrung sowie Fall- und Praktikumssupervision für Ausbildungskandidat:innen an. Des Weiteren besuchte ich an der Universität Salzburg einen Universitätslehrgang und führe daher den Titel Master of Science.
Mein Herz liegt im Dasein für andere Menschen. Darin kann ich das leben und geben, was ich bin.
Meine beruflichen Stationen
geb. 1966 im Weinviertel
1985 studienbedingter Umzug nach Wien,
seit 2003 wieder im Weinviertel ansässig;
Studium und Berufstätigkeit
- Lehramtsstudium der Germanistik und Philosophie, Pädagogik, Psychologie an der Universität Wien; alles fertiggestellt, während der Diplomarbeit pausiert; Wiederaufnahme nach dem neuen Studienplan 2004, wiederum alles fertig bis auf die Diplomarbeit mit dem Arbeitstitel „Tod bei Heidegger“ – geplant und nicht umgesetzt, de facto Studium nicht beendet = unabgeschlossene Gestalt, daher stellvertretend im adäquateren Psychotherapiebereich:
- Masterstudium = Universitätslehrgang „Existenzanalyse und Logotherapie“ am Institut für Philosophie der Theologischen Fakultät an der Universität Salzburg (2017–2020) – Diplom vom 24.01.2020
- Lehrerin in der Erwachsenenbildung (1991–2003) und Betreuerin von Menschen mit Beeinträchtigung sowie aus der Psychiatrieausgliederung (1997–2012)
Psychotherapieausbildung
- Psychotherapeutisches Propädeutikum 1993–95
- Psychotherapeutisches Fachspezifikum
Gesellschaft für Logotherapie u. Existenzanalyse (GLE) 1997–2003
Abschlussarbeit: „Trauern aus der Sicht von Verena Kast, Elisabeth Kübler-Ross sowie aus der Sicht von Viktor Frankl und Alfried Längle in der Existenzanalyse. Darstellung und Reflexion“ - Juli 2003 Eintragung in die Psychotherapeut:innenliste des BM
- Jänner 2020 Masterdiplom des ULG „Existenzanalyse und Logotherapie“ der Universität Salzburg mit der Masterarbeit
„Trauern als personaler Verarbeitungsprozess im Lichte der Existenzanalyse. Eine wissenschaftliche Fallstudie anhand der Narrationsanalyse“
Ausbildung zur Lehrtherapeutin mit partieller Lehrbefugnis
… der GLE von 2008 bis 2012
In freier Praxis
- Jan. 2000 Beginn der psychotherapeutischen Tätigkeit in freier Praxis in 1150 Wien, (Eduard Sueß-G.10, eh. Gesellschaft f. Logotherapie u. Existenzanalyse Wien = Gründungssitz der GLE, nun Sitz der GLE-Int.); mittlerweile in Wien 2; Karmeliterviertel
- Okt. 2003 Beginn der psychotherapeutischen Tätigkeit in freier Praxis in 2136 Laa an der Thaya
Weitere Aktivitäten als Psychotherapeutin
- Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift „Existenzanalyse“ der Ges. f. Logotherapie u. Existenzanalyse (seit 2004)
- Dr.in Silvia Längle/Martha Sulz (Hrsg.) „das eigene leben. ein lesebuch zur existenzanalyse“, GLE-Verlag, Wien 2005
- Supervision und Coaching im Sozialbereich (Hospizbereich, Behinderteneinrichtungen, Pflegeheime, Krankenhäuser, PSD et al) seit 2000
- Workshops, Vorträge, Seminare (im Rahmen von Tagungen der GLE; in der Therme Laa; für Beratungslehrer:innen, für ehrenamtliche Mitarbeiter:innen eines Pflegeheimes, etc.)
- Trauerbegleitungsgruppen
- Ehrenamtliche in einem Hospizteam
Psychotherapeutische Praktika:
- Pavillon 21 im Otto-Wagner-Spital (Klinik Penzing), Psychiatrische Akut- sowie Langzeitstation;
- Psychologisch-Psychotherapeutische Ambulanz mit Konsiliardienst an der Pulmologischen Abt. des Otto-Wagner-Spitals (Klinik Penzing) mit schwer kranken u. leidenden Menschen (z. B. an Krebs, Aids, COPD)
- Jugend am Werk mit Menschen aus Psychiatrieausgliederung sowie Menschen mit Beeinträchtigung bzw. Lernbehinderung in einer Wohneinrichtung
mehrjährige Weiterbildungen:
Existenzanalytisches Coaching und Teamsupervision – Dr.in Liselotte Tutsch, Dr.in Karin Matuszak-Luss, Dr. Peter Gruber, Dr.in Corinna Ladinig
Existenzanalytische Psychotraumatherapie EAPTT – Dr.in Liselotte Tutsch, Dr.in Luise Reddemann, Dr. Heinrich Donut
Existenzanalytische Fallsupervision – Dr.in Liselotte Tutsch, Dr. Anton Nindl
Persönlichkeitsstörungen – Dr. Alfried Längle, Dr.in Liselotte Tutsch
Integrale Somatische Psychologie – Dr. Raja Selvam
Fortbildungen:
Persönlichkeitsstörungen (Schwerpunkt Borderline u. Narzisstische)
Schizophrene Psychosen
Sucht mit Schwerpunkt Alkohol
Trauma und Persönlichkeitsstörung
Zwangsstörung
Hysterie
Trauma
Sexualität u. sex. Störungen
Biographiearbeit
Psychotherapie mit geistig u. mehrfach behinderten Menschen
Krisen und Krisenintervention
Lebens, Sterbe- und Trauerbegleitung
Systemische Familienaufstellung nach Hellinger
System. Aufstellungen nach Varga von Kibed
Existenzanalytische Märchenarbeit
Existenzanalytische Gruppentherapie
Traumarbeit
Autogenes Training
u. v. m.
Erfahrung in:
Integrativer Gestalttherapie
Gesprächspsychotherapie
Logotherapie
Autogenem Training
Progressiver Muskelrelaxation
Meditation
Biodynamik
psychoanalytisch orientierter Körpertherapie
schamanischen Heilritualen
u. v. m.